Bessere Heilungschancen durch Physik

Bessere Heilungschancen durch Physik

Schülerinnen und Schüler im Physik-Leistungsfach informieren sich in der Radio-Onkologie am Ortenau Klinikum in Offenburg über Strahlentherapie und Berufsfelder im Zusammenspiel von Physik und Medizin

Wie funktioniert ein Bestrahlungsgerät? Wie kann Strahlung zur Therapie von Tumorerkrankungen beitragen? Welche Berufsmöglichkeiten ergeben sich als Physiker in der Medizin? 14 Schülerinnen und Schüler des Physik-Leistungsfachs der 11. Klasse des Städtischen Gymnasiums Ettenheim gingen diesen Fragen kürzlich bei einem Besuch in der Abteilung Radio-Onkologie an der Betriebsstelle St. Josefsklinik des Ortenau Klinikums in Offenburg in der Praxis nach. Oberarzt Dr. Felix Fels, Facharzt für Strahlentherapie, und Dipl. Physiker Günther Rieth, Medizinphysikexperte in der Radio-Onkologie, gaben den Schülern einen Einblick in die Arbeit der Abteilung und insbesondere in den Umgang mit Anlagen und Apparaten zur Bestrahlung.

Dr. Felix Fels erläuterte seine Arbeit als Facharzt für Strahlentherapie bei er Diagnose und Behandlung von Tumorerkrankungen. „Ganz wichtig ist dabei die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Ärzten weiterer Fachabteilung wie der Onkologie und der Chirurgie“, so Dr. Fels. Die Physik sei im Bereich der Strahlentherapie immer ein wichtiger Begleiter. Sie zeige sich nicht nur im Umgang mit Anlagen und Apparaten zur Bestrahlung, sondern auch in der Frage, wie Mediziner grundsätzlich gegen Tumoren anarbeiten können.

Welche Strahlungsart wird für welchen Tumor verwendet? Wie beschleunigt man bestimmte Teilchen auf kurzen Distanzen wirkungsvoll auf die erforderlichen Energien? Und wie fokussiert man Strahlung und leitet sie so in den menschlichen Körper, dass nur krankes und nicht gesundes Gewebe zerstört wird? Auf diese Fragen ging im Anschluss Dipl.-Physiker Günther Rieth ein. Mit acht weiteren Physiker-Kollegen der Abteilung Radio-Onkologie betreut er die zahlreichen Großgeräte der Abteilung Radio-Onkologie und ermittelt die individuell an die Patienten angepassten Strahlendosen. Er führte den Schülerinnen und Schülern den Positionier-Laser vor und gewährte einen Blick in das Innenleben und die Energieversorgung des rund 1,5 Millionen Euro teuren Bestrahlungsgeräts.

„Wir haben viele interessante Einblicke erhalten“, fasste Schüler Linus Sommer den Besuch in der Abteilung zusammen. "Besonders toll fand ich die Verknüpfung von Medizin und Physik“, freute sich auch Schülerin Angelina Fink, die sich vor allem für die Verfahren zu den verschiedenen Bestrahlungsmethoden interessierte. Auch Physiklehrer Gunnar Weidner zog eine positive Bilanz: „Ein wichtiger Aspekt des Physikunterrichts ist es, neben den rein fachlichen Aspekten auch immer wieder über den Tellerrand hinauszuschauen auf das Leben unserer Schülerinnen und Schüler nach der Schule.“ Dieses Ziel sei auf eindrucksvolle Art durch den Blick in ein bis dahin völlig unbekanntes Berufsfeld erreicht worden. „Wir waren alle gleichermaßen beeindruckt von dem Ineinandergreifen von Technik und Medizin, wie auch voller Demut vor der Aufgabe, der sich das Team der Radio-Onkologie jeden Tag mit Ihren Patientinnen und Patienten stellt“, betonte Weidner.

Das Ortenau-Klinikum fördert die Ausbildung von Fachkräften im technisch-medizinischen Bereich. Jüngstes Beispiel ist die Kooperation mit dem Universitätsklinikum Freiburg bei der Ausbildung zur/zum Medizinisch-technischen Radiologieassistentin/ en (MTRA). Jedes Jahr stehen zum 1. April und zum 1. Oktober jeweils zwei Ausbildungsplätze zu Verfügung. Weitere Informationen unter www.stellenangebote-ok.de.

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Gruppenaufnahme: Oberarzt Felix Fels mit dem Physik-Leistungskurs Ettenheim
Oberarzt Dr. Felix Fels erklärt den Schülern am Beispiel des Elektronenbeschleunigers der Abteilung die Funktionsweise von medizinischen Großgeräten bei der Strahlentherapie. Bild: Ortenau Klinikum/ Kristin Seeber-Rieth

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