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Unfallchirurgie am Ortenau Klinikum in Offenburg leistet maximale Versorgung

Klinik ist jetzt eines von zehn Überregionalen Traumazentren in Baden-Württemberg und wird zum SAV-Verfahren der Berufsgenossenschaften zugelassen/ Erneut als Europäisches Hand Trauma Zentrum zertifiziert

Dr. Eike Mrosek, Chefarzt der Fachklinik für Unfallchirurgie, Handchirurgie und Wiederherstellende Chirurgie, Hand-Trauma-Zentrum. © Ortenau Klinikum

Offenburg, 7. Dezember 2018 – Die unfallchirurgische Klinik am Ortenau Klinikum in Offenburg hat in den vergangenen zwei Jahren sowohl ihr operatives Spektrum als auch die Kapazitäten der Notfallversorgung von Unfallpatienten so weit ausgebaut, dass sie die Zertifizierung zum Überregionalen Traumazentrum erreicht hat. Sie entspricht damit den höchsten Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie.

In der Folge dieser Zertifizierung konnte die Klinik nun auch die Berechtigung erlangen, für die Berufsgenossenschaften Verletzungen jeden Schweregrades operativ zu behandeln. Mit der gesonderten Zertifizierung, dem sogenannten Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV), verfolgen die Berufsgenossenschaften ihre eigene Qualitätssicherung. Nachdem die von Chefarzt Dr. Eike Mrosek geleitete Klinik beide Verfahren erfolgreich abschließen konnte, zählt die Unfallchirurgie am Ortenau Klinikum in Offenburg nun zu den zehn unfallchirurgischen Maximalversorgern in Baden-Württemberg.

„Durch die Aufwertung der Unfallchirurgie in Offenburg können wir jetzt auch Schwerstverletzte nach Arbeitsunfällen vor Ort im Ortenaukreis auf höchstem Niveau versorgen“, freut sich Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller. „Unserem Ziel, Spitzenmedizin möglichst wohnortnah anbieten zu können, sind wir damit wieder einen Schritt näher gekommen.“

Großes Leistungsspektrum
Auch Chefarzt Dr. Eike Mrosek freut sich über die Anerkennung der Fachgesellschaft und der Berufsgenossenschaften: „Wir können damit das gesamte Spektrum einer modernen Unfall- und Handchirurgie einschließlich der Neurotraumatologie anbieten“, betont Dr. Mrosek. Zu dem umfangreichen Leistungsspektrum der Klinik zählen unter anderem die Frakturversorgung des gesamten Skeletts einschließlich komplexer Wirbelsäulen- und Beckenverletzungen, die interdisziplinäre Behandlung schwerstverletzter Patienten, die mikrochirurgische Handrekonstruktionen einschließlich Replantationen, die Behandlung von Weichteilverletzungen sowie minimalinvasive und arthroskopische Gelenkeingriffe. Im ambulanten Bereich betreibt die Klinik neben einer Zentralen Notaufnahme (ZNA) mit rund 20.000 unfallchirurgischen Patienten pro Jahr eine umfangreiche Sprechstundenambulanz mit zahlreichen Spezialsprechstunden. Die ZNA verfügt über zwei unfallchirurgisch geleitete Schockraumplätze sowie über einen hochmodernen Hubschrauber- Dachlandeplatz mit 24h-Bereitschaft.

Handchirurgie
Einen besonderen Scherpunkt erfüllt die Unfallchirurgie in Offenburg traditionell im Bereich der Handchirurgie. In diesem Spezialgebiet ist die Klinik kürzlich für seine Kompetenz und Qualität erneut als Europäisches Hand-Trauma-Center ausgezeichnet worden. Die Zertifizierung wurde durch den Dachverband der europäischen handchirurgischen Gesellschaften, die „Federation of European societies for surgery of the hand“ (FESSH), vorgenommen.

„Die Zertifizierung bestätigt erneut, dass wir in Offenburg zu den großen Handchirurgien in Deutschland zählen“, so Dr. Mrosek. Der leitende Handchirurg der Klinik, Dr. Wolf Rüdiger Warncke, ergänzt: „Weil die Hand anatomisch sehr komplex und ein so immens wichtiger Teil unseres Bewegungsapparates ist, ist für die Behandlung schwerwiegender Handverletzungen eine hohe fachliche Kompetenz und Spezialisierung erforderlich.“ Die Anerkennung durch den FESSH sei die höchste Zertifizierung in diesem Bereich.

Zentren, die sich nach den Richtlinien der FESSH zertifizieren lassen wollen, müssen unter anderem eine qualifizierte Rund-um-die-Uhr-Versorgung für Akutverletzungen bieten und eine hohe Anzahl handchirurgischer Eingriffe einschließlich mikrochirurgischer Versorgungen nachweisen. Außerdem müssen sie mindestens drei ausgebildete Handchirurgen in ihrem Team haben. Mit mehreren ausgebildeten Handchirurgen und einem über die Bereitschaft hinausgehenden 24-Stunden Replantationsdienst zur schnellen Versorgung von Amputationsverletzungen liegt die Offenburger Handchirurgie deutlich über den geforderten Leistungen. Zudem können in Offenburg handchirurgische Eingriffe aller Schwierigkeitsgrade vorgenommen werden, so Dr. Mrosek.

Neben dem Überregionalen Traumazentrum in Offenburg verfügt der Klinikverbund am Ortenau Klinikum Lahr-Ettenheim über ein leistungsfähiges Regionales Traumazentrum sowie moderne unfallchirurgische Abteilungen an den Ortenau Kliniken Achern-Oberkirch, Kehl und Wolfach.