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Zentren und Schwerpunkte | Offenburg Ebertplatz Sektion Plastische Chirurgie Rekonstruktive Chirurgie

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Rekonstruktive Chirurgie

Die Rekonstruktive Chirurgie befaßt sich mit der Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Tumoroperationen oder Unfällen, aber auch mit der Schaffung normaler Formen und Funktionen bei angeborenen Fehlbildungen. Wegen der Vielfältigkeit der Defekt-Größen, -Arten und -Lokalisationen ist eine große Methodenvielfalt notwendig. Mikrochirurgische Techniken zur Verpflanzung großer durchbluteter Hautareale, von Gewebekombinationen unter Einschluß von Muskeln und Knochen haben wesentlich erweiterte Möglichkeiten zur Wiederherstellung eröffnet, z.B. um gelähmte Gesichtsmuskeln zu ersetzen oder große offene Knochendefekte nach Unfällen oder Tumoren zu überbrücken. Dadurch ist umgekehrt auch eine größere Radikalität in der Tumorchirurgie möglich geworden, die die Chancen zur Heilung des Tumorleidens deutlich verbessern kann.

Der ästhetische Aspekt wird natürlich bei allen plastisch-chirurgischen Operationen mitberücksichtigt. Form und Funktion sind immer zusammengehörig. Jede plastisch-chirurgische Operation muss auch zu einem formal zufriedenstellenden ästhetischen Resultat führen. Das gilt auch für andere Bereiche der Plastischen Chirurgie, wie die Hand- oder die Verbrennungschirurgie. DGPRÄC

Defekte an Weichteilen und vor allem an der Körperoberfläche, z. B. nach Tumorentfernungen oder Unfällen müssen durch spezielle Wundbehandlungen bzw. Operationsverfahren aus der plastischen Chirurgie gedeckt werden.

Der plastische Chirurg ist in besonderer Weise spezialisiert auf diese Eingriffe und Behandlungen. So werden Defekte meist durch Verschiebungen oder Rotationen der angrenzenden Hautpartien durch künstliche Haut oder Hauttransplantationen gedeckt, manchmal ist aber auch eine entferntere Gewebestruktur notwendig, um den Defekt zu decken. In diesem Fall müssen mehrere Lappenplastiken in der Umgebung oder gar aus der Ferne entnommen und neu retransplantiert werden.

Dabei kommen fast immer mikrochirurgische Verfahren zum Einsatz, in der die plastische Chirurgie speziell geschult ist. Auch können ganze Kombinationen von Gewebeteilen mit Knochen, Muskel und Haut entnommen und neu transplantiert werden.

Diese komplexen Behandlungen bedürfen aber einer genauen Indikationsstellung und müssen mit dem Patienten in einem individuellen Behandlungsplan erstellt werden. Hierbei kommt es nicht nur auf den Verschluss eines Defektes als solchen an, sondern es spielen auch funktionelle und nicht zuletzt auch ästhetische Gesichtspunkte und Bedürfnisse eine große Rolle, sodass sehr individuell vorgegangen werden muss.

Die uneingeschräkte Funktion unserer Extremitäten ist elematerer Bestandteil dessen, was wir sind, was wir als lebenswert wahrnehmen, und nicht zuletzt, was wir in einer leistungsorientierten Gesellschaft bereitstellen müssen. Daher können Einschränkungen oder gar Verluste durch Verletzungen oder Erkrankungen dramatische Konsequenzen für den Einzelen haben. Unsere Unfallklinik hat sich zum Ziel gesetzt, den Erhalt und die Rekonstruktion von Extremitäten auf höchstem Niveau in einem interdiziplinären Team bereitstellen zu können. Hierfür werden jeden Tag individuelle Behandlungspfade für betroffene im Expertengespräch erstellt und mit nicht-ärztlichen Mitbarbeitern wie Physiotherapeuten  und Pflegern abgestimmt. Ziel dabei ist es, eine Heilung in möglichst kurzer Zeit und mit möglichst geringer Funktionseinschränkun im Rahmen eines ästhetischen ansprechenden Ergebnisses zu erzielen. In diesem Behnadlungskomplex nimmt die plastisch-rekonstruktiven Chirurgie bedeutenden Stellenwert ein. Je nach schwere der Verletzung kommen dabei unterschiedlichste Techniken der Weichteilrekonstruktion zum Einsatz, bis hin zum freien mikrovaskulären Gewebetransfer. Bei dieser Operationstechnik können ganze Gewebeeinheiten, inklusive Knochenmaterial, am Körper frei transferiert werden und somit einen Extremitätenerhalt gewährleisten.

Abbildung Brust und Hand, weiblich

Bei einem Brustaufbau handelt es sich um einen medizinischen Eingriff, um nach einer notwendigen Brustentfernung die amputierte Brust ästhetisch und natürlich wieder aufzubauen. Es gibt grundsätzlich zwei Verfahren mit:

  • Implantaten
  • Eigengewebsaufbau



Bei den Implantaten handelt es sich ähnlich wie bei einer Brustvergrößerung um ein Einbringen von Silikonimplantaten in eine vorher gebildete Gewebetasche. Beim Wiederaufbau mit körpereigenem Unterhautfettgebe wird vom Unterbauch (DIEP-Lappenplastik) oder von der Oberschenkelinnenseite (TMG-Lappenplastik) ein vaskularisierter Gewebeblock entnommen, geformt und frei an die amputierte Brust verpflanzt. Hierbei kommen modernste Techniken der Mikrochirurgie zum Einsatz. Je nach Vorbehandlung ist auch eine Kombination aus Eigengewebe und Implantat möglich. In jedem Fall soll durch den Brustaufbau die amputierte Brust in Größe und Form einer gesunden Brust angeglichen werden. Die Entnahmestellen lassen sich gut und ästhetisch versorgen. Häufig ist als zweite Operation nach ca. 6 Monaten eine Verkleinerung und /oder auch Straffung der gesunden Seite notwendig.

In der Regel ist auch im gleichen Verfahren der Wiederaufbau der Brustwarze mit dem Warzenhof möglich. Jede Frau soll die Chance haben nach einer entstellenden Operation wieder einen ganzheitlichen Körper zu bekommen und damit ein neues Lebensgefühl.

Die Haut hat als größtes Organ des Körpers natürlich auch mannigfaltige Veränderungen. Diese können gut oder bösartig sein.

Typische Veränderungen kennt man zum Beispiel bei Muttermalen, Fettgeschwulsten / Lipome, krankhaften Narben, Fremdkörpereinsprengungen oder auch anderen unter der Haut liegenden Tumoren. In jedem Fall müssen diese Veränderungen der Haut beobachtet werden und oftmals chirurgisch behandelt werden.

Hierbei kommen besonders schonende chirurgische Maßnahmen bei gleichzeitiger sorgfältiger Entfernung der Hautveränderungen, die auch histologisch kontrolliert werden, zur Anwendung.

Ebenso werden die funktionellen und auch ästhetischen Gesichtspunkte beachtet, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und um Entstellungen vorzubeugen.
Diese komplexen Behandlungen bedürfen aber einer genauen Indikationsstellung und müssen mit dem Patienten in einem individuellen Behandlungsplan erstellt werden. Hierbei kommt es nicht nur auf den Verschluss eines Defektes als solchen an, sondern es spielen auch funktionelle und nicht zuletzt auch ästhetische Gesichtspunkte und Bedürfnisse eine große Rolle, sodass sehr individuell vorgegangen werden muss.

Die Versorgung von Verbrennungen bildet eine wichtige Säule der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie. Bei einem sehr großflächigen Verbrennungsausmaß ist die Versorgung in speziellen intensivmedizinischen Verbrennungszentren indiziert. Kleinflächige Verbrennungen und Verbrennungen von oberflächlichem Ausmaß können in unserer Unfallklinik versorgt werden da auch bei uns eine intensivmedizinische Fachabteilung zur Verfügung steht. Bei der Versorgung kindlicher Verbrennungen arbeiten wir in interdisziplinärer Weise mit den Kollegen der Kinderklinik zusammen.

Hierbei kommen modernste Verfahren der Verbandstechniken, künstlichem Hautersatz, und Hauttransplantationen zum Einsatz, um ein funktionell und ästhetisch befriedigendes Ergebnis zu erhalten.

Die sekundäre Versorgung von Verbrennungsfolgen kann das gesamt Repertoire rekonstruktiver Techniken erfordern, um Funktion und Ästhetik wiederherzustellen. Hierbei werden bewegungseinschränkende Narben, Strikturen, Keloide und entstellende Formen durch lokale Gewebeumlagerungen, Hauttransplantationen oder den freien mikrochirurgischen Gewebetransfer behandelt.

Die Wundbehandlung ist von jeher eine Kompetenz des Chirurgen und besonders die Weichteilchirurgie ist ein spezielles Aufgabengebiet des plastischen Chirurgen.

Akute oder chronische Wunden sind sehr individuell zu versorgen und benötigen ein großes Engagement von Seiten des Arztes, aber auch eine große Mithilfe des Patienten. Immer ist jedoch ein differenzierter Behandlungsplan notwendig, dabei kommen viele verschiedene, moderne Verbandsmaterialien wie  z.B.  Silbernitrate, Alginate oder Vakuum-saugverfahren zum Einsatz. Auf diese Weise können häufig schmerzlose Wundversiegelungen und Verbandswechsel nach ca. 5 Tagen durchgeführt werden.

Sektionsleiter

Dr. Jan Ruben Thiele

Dr. Jan Ruben Thiele
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Sekretariat

Eva-Maria Emden
Tel. 0781 472 - 3371
Fax 0781 472 - 3602
E-Mail: plastischechirurgie.og@ortenau-klinikum.de

Mo–Do 8–16 Uhr,
Fr 8–12 Uhr

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