Anlässlich der Krebspräventionswoche vom 21. bis 27. September rückt das Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl die Bedeutung der Früherkennung und der modernen Behandlung urologischer Krebserkrankungen in den Mittelpunkt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Versorgung von Prostatakrebspatienten. Die Fachklinik für Urologie und Kinderurologie bietet ein umfassendes Spektrum moderner diagnostischer und therapeutischer Verfahren und verfügt über langjährige Erfahrung in der minimalinvasiven Tumorchirurgie.
„Gerade beim Prostatakrebs kommt es darauf an, für jeden Patienten das individuell passende Behandlungskonzept zu finden“, sagt Privatdozent Dr. Jörg Simon, Chefarzt der Fachklinik für Urologie und Kinderurologie und Leiter des Uroonkologischen Zentrums am Ortenau Klinikum. Neben der operativen Therapie kommen je nach Erkrankung und individueller Situation auch medikamentöse Tumortherapien oder eine Strahlenbehandlung infrage. Durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen kann die Therapie gemeinsam abgestimmt werden.
Prostatakrebs: Expertise und individuelle Therapie
Prostatakrebs zählt zu den häufigsten urologischen Krebserkrankungen. Für die betroffenen Männer stellt die Diagnose häufig eine große Belastung dar. Umso wichtiger sind eine verständliche Aufklärung, eine sorgfältige Diagnostik und eine Therapie, die sowohl die medizinischen Erfordernisse als auch die persönliche Situation des Patienten berücksichtigt.
Die Urologie des Ortenau Klinikums Offenburg-Kehl hat einen besonderen Schwerpunkt in der operativen Behandlung von Prostataerkrankungen und der urologischen Tumorchirurgie. Gemeinsam mit der Fachklinik Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin unter der Leitung von Chefarzt Privatdozent Dr. Carsten Schwänen sowie der Fachklinik für Radio-Onkologie unter der Leitung von Professor Dr. Felix Momm werden individuelle Behandlungskonzepte entwickelt. „Unser Ziel ist es, eine umfassende, leitliniengerechte und zugleich menschlich zugewandte Versorgung sicherzustellen“, so Dr. Simon.
Roboterassistierte Chirurgie ermöglicht besonders präzises Operieren
Eine wichtige Rolle bei der operativen Behandlung spielt die minimalinvasive Chirurgie mit dem daVinci-Operationssystem. Die roboterassistierte Technik ermöglicht es dem Operateur, Eingriffe über kleine Schnitte mit hoher Präzision durchzuführen. Gerade bei komplexen Operationen an der Prostata oder Niere kann die moderne Technologie ihre Vorteile ausspielen.
„Minimalinvasive Chirurgie, insbesondere mit dem Da-Vinci-System, ermöglicht es uns, äußerst präzise und schonend zu operieren“, erläutert Dr. Simon. Zu den möglichen Vorteilen für Patienten zählen kleinere Schnitte, weniger Schmerzen, ein geringerer Blutverlust und eine schnellere Genesung. Dr. Simon arbeitet seit rund 15 Jahren mit dem Da-Vinci-System. „Auch komplexe Eingriffe – etwa an Prostata oder Niere – lassen sich so mit hoher Sicherheit und Präzision durchführen“, sagt der Chefarzt.
Medizinische Präzision und menschliche Nähe
Neben moderner Technik und hoher operativer Expertise sieht Dr. Simon die persönliche Betreuung als wesentlichen Bestandteil einer guten Behandlung. „Medizinische Exzellenz ist nur ein Teil unserer Arbeit – ebenso wichtig sind Empathie, Vertrauen und Fürsorge“, betont der Chefarzt. Gerade bei einer Krebsdiagnose sei eine offene und verständliche Kommunikation entscheidend.
Fachvortrag im Rahmen der Krebspräventionswoche
Im Rahmen der Krebs-Präventionswoche informiert Dr. Jörg Simon in einem Fachvortrag über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten in der urologischen Onkologie. Sein Vortrag trägt den Titel „Minimalinvasive Techniken bei bösartigen Erkrankungen der Urologie“ und gibt Einblicke in moderne operative Verfahren und deren Einsatz bei urologischen Krebserkrankungen. Der Vortrag findet am Donnerstag, den 24. September, ab 19 Uhr im Ortenau Klinikum in Offenburg, Betriebsstelle St. Josefsklinik, Auditorium, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Über das Ortenau Klinikum
Das Ortenau Klinikum ist ein kommunaler Klinikverbund des Ortenaukreises und zählt zu den größten Gesundheitsversorgern in Baden-Württemberg. An mehreren Standorten versorgt es jährlich rund 64.800 Patientinnen und Patienten stationär sowie über 194.000 ambulant.
Mit dem Zukunftsprojekt „Ortenau 2030 – Zukunft Gesundheit” treibt das Ortenau Klinikum eine der größten Strukturentwicklungen in der Gesundheitsversorgung in Deutschland aktiv voran. Aktuell entstehen Klinikneubauten, Zentren für Gesundheit und neue, sektorenübergreifende Versorgungsstrukturen, die die Gesundheitsversorgung im Ortenaukreis nachhaltig sichern.