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Oesophagus-Karzinom

Das Oesophagus-Karzinom (bösartiges Geschwulst der Speiseröhre) tritt in der Regel zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf. Jedes Jahr erkranken etwa fünf bis sieben Menschen von 100.000 Einwohner daran. Dies bedeutet statistisch für den Ortenaukreis mit seinen 420.000 Einwohnern, dass jährlich ca. 20 bis 30 Patienten hier an Speiseröhrenkrebs erkranken.

Die Speiseröhre selbst ist ca. 25 cm lang und teilt sich in ein oberes Drittel, in ein mittleres Drittel und in ein unteres Drittel auf. Die Ursachen, welche zu einem Speiseröhrenkrebs führen, sind noch nicht endgültig geklärt. Jedoch ist der Speiseröhrenkrebs häufig mit erhöhtem Tabakkonsum und Alkoholkonsum vergesellschaftet.

Der Mediziner unterscheidet zwei Arten des Oesophagus-Krebses bezüglich einer Epithelstruktur (Zellstruktur): Dieses ist zum einen das Plattenepithel-Karzinom (ca. 70 Prozent) und zum anderen das Adeno-Karzinom (ca. 30 Prozent). Das Plattenepithel-Karzinom des Oesophagus kann im oberen, mittleren und unteren Drittel auftreten und steht in Verbindung mit häufigem Tabak- und Alkoholkonsum. Das Adeno-Karzinom des Oesophagus tritt meistens im unteren bis mittleren Teil der Speiseröhre auf. Hier wird ein regelmäßiges Sodbrennen (Reflux) mit Aufsteigen von Magensaft und Verätzungen der Speiseröhre angeschuldigt, nach langjährigem Verlauf ein bösartiges Geschwulst der Speiseröhre auszubilden.

Welche Symptome weisen die Patienten auf?

Unklare Magenschmerzen bis hin zur Unfähigkeit, festere Speisen aufzunehmen sind die Symptome, die an einen Speiseröhren-Krebs denken lassen können. Häufig merken die Patienten primär die Unfähigkeit, größere Fleischstücke schlucken zu können und wechseln dann zunehmend auf flüssige Kost.

Es kann auch sein, dass verdaute Speisen wieder zurück in den Mund gelangen. Ansonsten können die Patienten – bedingt sowohl durch das Tumorleiden, als auch durch die geringe Nahrungsaufnahme – an Gewicht abgenommen haben.

Bei immer wieder auftretenden Schmerzen hinter dem Brustbein sowie Schluckstörungen mit der Unfähigkeit, größere Nahrungsbestandteile aufzunehmen, ist eine Abklärung mittels Spiegelung der Speiseröhre und des Magens dringend angezeigt.

Welche Untersuchungen sind bei dem Patienten angezeigt?

Wie oben schon ausgeführt, führt der erste Gang zum Gastroenterologen, welcher eine Endoskopie der Speiseröhre, des Magens und des Duodenums (Zwölffingerdarmes) durchführt. Werden dort Auffälligkeiten festgestellt, so werden aus diesen Bereichen Proben entnommen. Diese gehen dann zur feingeweblichen Untersuchung an den Pathologen. Sollte sich die Diagnose eines Adeno- bzw. Plattenepithel-Karzinoms bestätigen, so wird eine Computertomographie des Brustraumes und des Bauchraumes angeschlossen. Es gibt auch die Möglichkeit, eine Ultraschall-Untersuchung im Inneren der Speiseröhre durchzuführen (Endosonographie). Hierbei wird bei der Magenspiegelung mittels eines speziellen Instrumentes eine Ultraschalluntersuchung des Tumors durchgeführt, um die Eindringtiefe in die Wand beurteilen zu können.

Wichtige Informationen für Patienten und häufig gestellte Fragen

Gibt es Alternativen zur OP?
Bei einem Plattenepithel-Karzinom im oberen und mittleren Drittel wird zunehmend auf eine Bestrahlung gesetzt. Dies beinhaltet Frühstadien. In Ausnahmefällen und bei besonders kleinen Tumoren kann durch spezielle endoskopische Technik der Tumor abgetragen werden. Generell ist es wichtig, dass eine gute interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Strahlentherapeut, Onkologen (Krebsärzten), Gastroenterologen und Chirurgen besteht. Nur dann hat der Patient die Möglichkeit, die bestmögliche Therapie zu erhalten.

Gibt es Komplikationen bei dem Eingriff?
Der Eingriff ist, wenn der Bauchraum und die Brusthöhle eröffnet werden, für den Patienten belastend. Insbesondere benötigt der Patient nach der OP ein gutes Schmerzregime. Es kann auch zu einem Leck im Bereich der Darmnaht kommen. Dann muss mit einem Stent (Metallgeflecht) dieses Leck überbrückt werden.


Kontakt Klinikum Offenburg-Kehl

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