Sechs Teammitglieder der Plastischen Chirurgie in voller OP-Montur

Ästhetische Chirurgie: Gesicht

Platelet Rich Plasma (PRP – „Vampir Lifting“)

Was ist PRP?
Unser Blut enthält verschiedene Zellen, darunter auch Blutplättchen (Thrombozyten). Sie enthalten Wachstumsfaktoren und Botenstoffe, welche die Geweberegeneration anregen. Das Plasma ist der flüssige Anteil des Blutes.
Da bei der PRP-Behandlung das eigene Blut verwendet wird, hat sich der Name „Vampir-Lifting“ eingebürgert. Diese Bezeichnung ist jedoch irreführend, da gerade die roten Blutkörperchen entfernt werden. PRP enthält besonders viele Blutplättchen und wird durch Zentrifugieren des Blutes gewonnen.

Effekte der PRP-Behandlung
PRP wird in der ästhetischen Medizin vor allem zur Geweberegeneration und Hautverjüngung (Anti-Aging), zur Förderung des Haarwachstums sowie zur Verbesserung von Falten, Narben und Dehnungsstreifen eingesetzt.

In verschiedenen ästhetischen Studien wurde nach einer PRP-Behandlung unter anderem über folgende klinische Effekte berichtet: 
- Kollagen- und Blutgefäßbildung werden angeregt
- Falten werden reduziert
- die Dicke der Dermis verbessert sich

Anwendungsgebiete

  • Verbesserung des Hauterscheinungsbildes im Gesicht, am Hals, im Dekolleté-Bereich und an den Händen bei beginnender Hautalterung mit Knitterfältchen, mattem Hautbild und dunklen Augenringen.
  • Zur Behandlung von Haarausfall und zur unterstützenden Behandlung nach Haartransplantationen (allerdings nicht in den bereits kahlen Bereichen).

Ablauf der Behandlung
PRP kann in Form von Injektionen mit sehr feinen Nadeln oder im Rahmen einer Microneedling-Behandlung in die Haut eingebracht werden.

Idealerweise erscheinen Sie am Behandlungstag ungeschminkt.
Bei der Behandlung mit PRP wird Ihnen etwas Blut abgenommen (in der Regel 1–2 Röhrchen à 10 ml). Dieses wird sofort zentrifugiert und gefiltert und anschließend mit sehr dünnen Nadeln unter die Haut gespritzt. In der Regel ist keine lokale Betäubung erforderlich, auf Wunsch kann jedoch 30 Minuten vor der Behandlung eine Betäubungscreme aufgetragen werden.

Nach der Behandlung
Nach der Behandlung kann Ihr Gesicht oder Ihre Kopfhaut für einige Stunden gerötet sein und kleine Quaddeln (Erhebungen) aufweisen, die kurze Zeit später wieder verschwinden.  In den Tagen nach der Behandlung kann es zu einem Ziehen oder einem „komischen“ Gefühl im behandelten Bereich kommen.Die Wirkung der PRP-Behandlung ist sicher und sanft und erstreckt sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Sie erfordert Ihre Bereitschaft, einige Monate auf Ergebnisse zu warten. Es erfolgen mehrere Behandlungen, oftmals 3–6 in einem Abstand von jeweils 4 Wochen. 
Um den gewünschten Effekt aufrechtzuerhalten, sind Folgebehandlungen 1-2 Mal im Jahr empfehlenswert. 

Nach einer Behandlung sollten Sie 12 Stunden auf Make-up verzichten, 24 Stunden nicht baden, 48 Stunden keinen Ausdauersport treiben und für 72 Stunden auf Saunabesuche verzichten. 
Intensive UV-Bestrahlung sollte ebenfalls vermieden werden.

Risiken und Nebenwirkungen
Mögliche Nebenwirkungen sind Missempfindungen durch die Einstiche, Hämatome (kleine Blutergüsse), Druckempfindlichkeit, eine kurzzeitige Schwellung der Haut, Juckreiz, Pigmentstörungen, Nervenschäden (die eventuell auch dauerhaft sein können), Infektionen mit anschließender Narbenbildung und Gefäßverschlüsse (sehr selten).

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Herpes: Durch die Injektion in ein entsprechendes Areal kann ein erneuter Schub ausgelöst werden.
  • Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (auch Aspirin, Ibuprofen, Voltaren)
  • HIV, Hepatitis B, Hepatitis C, Krebs, Leberentzündungen oder Autoimmunerkrankungen


Microneedling

Was ist Microneedling?
Der Anti-Aging-Effekt von Microneedling basiert auf dem Prinzip der gezielten Selbstheilung der Haut. Beim Needling mit dem elektrischen Needlingpen wird ein Aufsatz mit sterilen Nadeln in Auf- und Abbewegungen versetzt, ähnlich einem Stempel. Die Nadeln perforieren die Haut und hinterlassen dabei Tausende von Mikrokanälen in den oberen Hautschichten. Dieser Vorgang löst eine Reihe biologischer Prozesse aus, die der Haut dabei helfen, sich selbst zu „reparieren” und zu erneuern (Bildung von Kollagen). Anschließend benötigt die Haut eine Ruhepause, in der der Zellaustausch und die Regeneration stattfinden können.

Anwendungsgebiete

  • Faltenminderung – die Falten werden von innen heraus aufgepolstert und sichtbar geglättet
  • Erneuerung der Haut mit „Glow-Effekt“, Porenverfeinerung
  • Behandlung von Narben, Aknenarben und Dehnungsstreifen
  • Verminderung der Pigmentflecken

Vor der Behandlung
Um das Risiko einer Pigmentverschiebung zu minimieren, sollten Sie 4 Wochen vor der Behandlung eine übermäßige UV-Bestrahlung vermeiden.

Ablauf der Behandlung
Idealerweise erscheinen Sie am Behandlungstag ungeschminkt.
Nach der Reinigung der Gesichtshaut wird eine Anästhesiecreme für ca. 20 bis 30 Minuten auf die zu behandelnde Hautfläche aufgetragen.
Anschließend wird der Dermapen über die zu behandelnden Areale geführt. Dabei dringen die Nadeln mitteltief in die Haut ein, sodass es zu punktförmigen Blutungen kommt.
Im Anschluss wird die Haut mit einer kühlenden Maske beruhigt.

Während der Behandlung sowie für eine kurze Zeit danach ist die Haut deutlich gerötet und stärker durchblutet, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Dabei tritt häufig ein Wärmegefühl und ein leichtes Spannungsgefühl auf, das jedoch schnell nachlässt.

Nach der Behandlung
In den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Behandlung können Schwellungen, Rötungen und eine erhöhte Berührungsempfindlichkeit der Haut auftreten. Betroffene haben das Gefühl, dass die Haut „glüht“ oder „brennt“. Über die Stichkanäle sondert die Haut in den ersten Stunden Flüssigkeit ab. Um eine Krustenbildung zu vermeiden, wird das Auflegen von feuchten Kompressen oder speziellen Wirkstoffsalben empfohlen. In den darauffolgenden Tagen kann es zu einer Hautschuppung kommen. Die anschließenden Regenerationsprozesse vollziehen sich in den folgenden vier bis sechs Wochen.

Unmittelbar nach der Behandlung sollten Sie unbedingt UV-Strahlung vermeiden.
Achten Sie am Tag der Behandlung darauf, die behandelten Areale nicht zu häufig zu berühren (vor allem nicht mit ungewaschenen Händen).

Beachten Sie daher bitte Folgendes:

  • Keine Sauna oder Solarium
  • Keine direkte Sonnenexposition oder Solarium für 6–8 Wochen
  • Keine hautreizenden Substanzen auftragen (Peelings, Masken)
  • Kein Make-up

In der Regel sind abhängig von der Hautbeschaffenheit mehrere Behandlungen notwendig. Auch wenn das Hautbild bereits nach der ersten Behandlung eine deutliche Verbesserung zeigt, steht der Langzeiteffekt im Fokus. Erste Ergebnisse können nach 6–8 Wochen objektiv beurteilt werden. Optimal sind drei bis sechs Behandlungen im Abstand von drei bis vier Wochen. Zur Erhaltungstherapie sollte die Needlingbehandlung 1-2 mal im Jahr wiederholt werden.

Risiken und Nebenwirkungen

  • Unbehagen am ersten Tag der Behandlung
  • Hautreizungen (wie Juckreiz oder ein Hitzegefühl im behandelten Bereich), die normalerweise innerhalb der ersten 12 bis 72 Stunden nach der Behandlung abklingen.
  • Leichte, vorübergehende Exfoliation der Haut, die normalerweise innerhalb einer Woche abklingt.
  • Schmerzen
  • Ödeme
  • Postinflammatorische Hyperpigmentierungen
  • Kontaktallergien

Kontraindikationen

  • Hautkrebs, Warzen, solare Keratosen oder Hautinfektionen im zu behandelnden Bereich
  • aktive Akne oder Fieberbläschen (Herpes)
  • Einnahme von Blutverdünnern (z. B. Marcumar, ASS)
  • Allergie gegen Lokalanästhetika
  • während der Chemotherapie, der Strahlentherapie oder hochdosierter Kortikosteroidtherapie
  • Neigung zu Pigmentverschiebungen oder verstärkter Narben- und Keloidbildung
  • Systemische Infektionen und virale Erkrankungen (z. B. Hepatitis A, B oder C)
  • HIV-Infektion
  • Schwangerschaft und Stillen

Alle Wunden, die eine bestimmte Hautschicht durchbrechen, heilen narbig aus. Eine Narbe ist grundsätzlich eine natürliche Reaktion auf Wunden. Eine komplette Entfernung einer Narbe ist nicht möglich, jedoch lassen sich durch verschiedene Operationstechniken und Verfahren, einschließlich dem Laserverfahren, die Narben korrigieren. Hierbei sind vor allem Aufwulstungen, Rötungen oder die Veränderung der Zugvektoren wichtige Behandlungsmethoden, um die Narbe neu zu verteilen und damit unauffälliger zu gestalten. Es geht also nicht um eine Entfernung der Narbe, sondern um ein Retuschieren und ein möglichst unauffälliges Verstecken. Neben den operativen Maßnahmen sind auch medikamentöse Behandlungen, sowie die Kompressionsbehandlung mit Silikonen oder Druckpelotten ein wichtiger Behandlungsweg.

  • Operation: je nach Größe und Lokalisation 0,5 – 3 Stunden
  • Narkose: Lokalanästhesie oder Allgemeinnarkose
  • Aufenthaltsdauer: je nach Befund und Lokalisation
  • Gesellschaftsfähigkeit: je nach Befund und Lokalisation
  • Arbeitsfähigkeit: je nach Befund und Lokalisation, nach ca. 8 Tage
  • Preise: Individuell auf Anfrage nach Untersuchung

Kontakt Klinikum Offenburg-Kehl

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