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Ortenau Klinikum in Offenburg: Neue Zentrale Notaufnahme nimmt Betrieb auf

Zentrale Anlaufstelle für Klinik-Notaufnahme und Notfallpraxis erhält eigenen Eingang/ Notaufnahme leistet über 45.000 Behandlungen im Jahr

Freuen sich über die Inbetriebnahme der neuen ZNA: (4. v. r.) Dr. Bernhard Gorißen, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl, und (r.) Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger sowie Kolleginnen und Kollegen aus dem Team der ZNA.

Die erweiterte Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Ortenau Klinikums in Offenburg hat zum 1. März ihren Betrieb in einem Anbau sowie kürzlich sanierten Räumern der Klinik aufgenommen. Nach rund acht Monaten Bauzeit steht Notfallpatienten nun ein neuer Eingangs -, Warte- und Erstbehandlungsbereich in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang der Klinik am Ebertplatz zur Verfügung. Mit der Erweiterung trägt das Ortenau Klinikum in Offenburg dem gesteigerten Patientenaufkommen Rechnung und will die Leistungsfähigkeit der ZNA bis zur Inbetriebnahme des geplanten Klinikneubaus in Offenburg im Jahr 2030 sicherstellen. Allein von 2014 bis 2017 verzeichnete die Abteilung einen Zuwachs um rund 25 Prozent. Aktuell werden pro Jahr über 45.000 Patienten in der ZNA am Offenburger Ebertplatz versorgt.''

"Wir wollen unsere qualitativ hochwertige Patientenversorgung auch in den kommenden Jahren bis zum Klinikneubau gewährleisten. Da die Patientenzahlen in der ZNA stark angestiegen sind, haben wir die Abteilung jetzt ausgebaut. Ich freue mich auf eine neue, sehr leistungsfähige ZNA", so Mathias Halsinger. Der Verwaltungsdirektor des Ortenau Klinikums Offenburg-Kehl dankte allen Beteiligten für den geleisteten Einsatz.

Die Erweiterung der ZNA beinhaltet sowohl einen Umbau der bestehenden Notaufnahme wie auch einen Anbau an den bisher genutzten Gebäudeteil. In beiden Bereichen sind vor allem zusätzliche Untersuchungs- und Behandlungsräume entstanden. Da das Ortenau Klinikum in Offenburg auch eine umfassende Versorgung und Behandlung schwerverletzter Patienten beispielsweise nach Arbeits- oder Verkehrsunfällen gewährleistet, wurde die räumliche Struktur zudem für diese spezielle und medizinisch anspruchsvolle Versorgung weiter ausgebaut und optimiert. Damit ist eine zeitlich lückenlose Schwerverletztenversorgung möglich.

Um die Patientensteuerung zu optimieren, schafft die Klinik mit der Erweiterung der ZNA auch die Voraussetzungen für eine zentrale Aufnahme sowohl für die Notaufnahme in der Klinik als auch für die ebenfalls dort untergebrachte Notfallpraxis der niedergelassenen Hausärzte. Beide sind jetzt über einen eigenen Eingang erreichbar, der vom Haupteingang der Klinik getrennt ist. Aufgrund der sehr guten Kooperation mit der Notfallpraxis wird künftig das "Ein-Tresen-Prinzip" etabliert. Hierdurch stellt sich das Ortenau Klinikum auf die vom Gesetzgeber angekündigten weiteren Reformen für eine sektorenübergreifende Notfallversorgung ein.

Das Ortenau Klinikum in Offenburg hat insbesondere seine Erfahrungen aus den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie in die Planungen einfließen lassen. „Wir haben unter anderem mehr Schleusen und mehr Untersuchungs- und Behandlungsräume vorgesehen als vor der Corona-Pandemie. Bei Bedarf können wir so noch schneller und wirksamer Isolierbereiche einrichten und sind noch besser auf entsprechende Ereignisse vorbereitet", so Dr. Bernhard Gorißen, Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl.

Ein weiterer wichtiger Baustein der neue ZNA wird eine neue, hochmoderne Computertomographieanlage sein. Die Arbeiten hierfür beginnen am 1. April 2021 und werden bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Mit der Integration eines CTs in die Notaufnahme in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Schockräumen werden insbesondere die Versorgung der kritischen Notfälle nach Unfällen, Schlaganfällen und lebensbedrohlichen Akuterkrankungen beschleunigt und verbessert.

Die Erweiterung der ZNA ist Bestandteil der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an der Offenburger Klinik am Ebertplatz, die der Kreistag im Rahmen des sogenannten Modell Landrat im Dezember 2018 beschlossen hat. Ein weiterer Bauabschnitt der Sanierung ist der im vergangenen November begonnene Bau eines neuen Zentral-OP für die jährlich über 9.000 Operationen an der Betriebsstelle Ebertplatz. Um die hochwertige Qualität der Patientenversorgung bis zum Bezug des geplanten Neubaus im Jahr 2030 zu sichern, werden über 30 Millionen Euro investiert. Das Ortenau Klinikum rechnet für die Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen mit einer anteiligen Förderung durch das Land Baden-Württemberg, das die Baumaßnahmen kürzlich in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2021 aufgenommen hat.